Was ist systemisch-lösungsorientiert?

ich bin seit 2007 als Verfahrensbeistand und Umgangspflegerin tätig und wurde mit etlichen Gutachten bisher konfrontiert. Einige, die ich gut nachvollziehen konnte, andere bei denen sich mir die Haare sträubten, wie man zu dieser Empfehlung kommen kann.

Aber ich bin mir sicher, dasss diese allen, die im Familienrecht tätig sind, so ergangen ist.

Es ging immer wieder  um die Ausgrenzung eines Elternteils, während die Kinder deutlich machten, dass sie beide lieben und die Entwicklung der Trennung nicht nachvollziehen konnten, es eben nicht ihre Trennung war.

Sie wollten immer wieder mit beiden Eltern leben, mit beiden in einer Familie leben und wenn das nicht ging, war ein zentraler Wunsch, dass sie mit dem Streiten aufhören, dass die Konflikte abgebaut werden

Dies war aber nicht Ziel der bisherigen mir vorliegenden Gutachten - da ging es um Auswahl des besseren Elternteils, um Aussortierung und um die Frage, wie man mit Testverfahren dies eruieren konnte.

Ich, als Verfahrensbeistand fragte mich dann immer wieder, warum man den Kindern nicht zuhört, sie haben die Lösung, sie wissen wasf für eine Trennungsfamilie wichtig ist  - Eltern, die nicht streiten, die Mama und Papa sind und die die Verantwortung wahrnehmen.

Und dann kam ich über die Arbeit von Frau Dr. Behren an das systemisch-lösungsorientierte Gutachten, das sie gemeinsamm mit Herrn Prof. Dr. Jopt vertritt und dazu auch ausbildet.

Hier war das Kind als Beziehungs- und Bindungswesen in der Nachtrennungsfamilie im Fokus - endlich  hörte man den Kindern zu, nahm sie in den Fokus, nahm sie ernst und verzichtete auf projektive Testverfahren. Es ging um die Einigung der Eltern im Sinne der Kinder, im Sinne einer Veranwortung als Eltern auch nach der Trennung, damit der Aufgabe der Paarebene die Elternebene davon nicht betroffen war und ist. Eltern bleibt man, da hilft auch keine Scheidung und "drum prüfe, wer sich ewig bindet" ergibt viel mehr Sinn in der Frage von gemeinsamen Kinder, denn diese Bindung ist ewig und bleibt ewig.

Systemisch ist die Grundannahme, dass das Kind in einem Geflecht von Beziehungen und Bindungen lebt und als Teil einer Gemeinschaft aktiv diese mit verändert, mit gestaltet. Das  Kind im Kontext von Familie und dem sozialen Umfeld, in dem agiert und lebt.

Lösungsorientiert ist die Grundannahme,  dass gemeinsame Lösunge, gemeinsame Einigungen und Vereinbarungen in die verantwortung von Eltern fallen, auch wenn sie auf der Paarebene getrennt sind. Es geht um Lösungen und nicht um Ausgrenzungen oder wr bekommt den "Zuschlag" für die Kinder - Fokus ist immer eine Lösung im Sinne des Kindeswohl, im Sinne der Kinderrechte und im Sinne der Kinder, die beide  Eltern lieben.

Ich hoffe dazu beizutragen, dass RicherInnen mit dem erstellten Gutachten eine Lösung für die Belange der Kinder möglich ist.

Ziel der lösungsorientierten Begutachtung ist es,  Eltern dabei zu unterstützen, sich auf eine gemeinsame Lösung für die Angelegenheiten für ihre Kinder zu einigen.

Gemeinsam ist  ihnen, dass sie ihre Kinder lieben - die beste Voraussetzung für eine gute Lösung.



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Diplom-Sozialpädagogin


Systemisch-lösungsorientierte Sachverständige

Zertifiziert nach der neuen Gesetzgebung 


Zertifizierter Verfahrensbeistand


Zertifizierte Umgangs- und Ergänzungspflegerin


Zertifizierte Kinderschutzfachkraft

nach § 8a SGB VIII


Zertifizierte Fachkraft

„Prävention von sexuellem Kindesmissbrauch”

Univerisät Ulm


Klientenzentrierte Gesprächspsycho-therapie

NLP-Practitioner  

Elternkurssleiterin "Starke Eltern - Starke Kinder"


Fortbildungen derzeit: 

"Frühe Hilfen und Interventionen im Kinderschutz"


"Traumapadagogik"

"Traumatheapie"