Was ist systemisch-lösungsorientiert?

 

Unter Ressource orienitert verstehe ich


die Eröffnung neuer Möglichkeiten bislang ungenutzter Potentiale der KlientInnen, die ihnen helfen, anstehende Probleme zu lösen. Es gibt Gründe, warum KlientInnen diese momentan verschütteten und vergessenen Ressourcen nicht nutzen.

Mit dieser Annahme geht eine von Wertschätzung geprägte Haltung einher, die die jeweilige Realität respektiert und annimmt. Durch das Erkennen der eigenen Ressourcen, Fähigkeiten und Stärken entstehen bei den KlientInnen neue Sichtweisen, Denkmuster und Wertvorstellungen und damit Impulse und Zugänge zu neuen Entwicklungsprozessen.


In Verbindung mit Gelassenheit und Achtsamkeit gegenüber den KlientInnen werden bei diesen Selbstheilungskräfte aktiviert und gelingendes Handeln ermöglicht. Eine konsequente Ressourcenorientierung stellt eine wichtige Grundlage dar. Systemisch orientierte Fachkräfte vertrauen auf das Vorhandenensein notwendiger Ressourcen und unterstützen die Hilfesuchenden bei der Entdeckung bzw. Reaktivierung von vorhandenen Fähigkeiten und Stärken, die das Erproben neuer Handlungsmöglichkeiten und eine Erweiterung der bestehenden Problemlösungsmöglichkeiten in den Vordergrund stellen.


unter Lösungsorientiert


verstehe ich im Sinne von Öffnung und Erweiterung von Sichtweisen auch im Zusammenhang bisher unbefriedigender Lösungsversuche. Problemverhalten ist als ein Lösungsverhalten betrachtet, d. h. in jedem Problem ist auch eine Lösungsidee enthalten. Das bisher bestehende Problemlösungsverhalten erweist sich gegebenenfalls als destruktiv. Eine Fokussierung auf die impliziten Lösungsbestrebungen ermöglicht eine Erweiterung der Sichtweisen und damit Optionen für mögliche konstruktivere Lösungen. Wir gehen davon aus, dass jedes Problemverhalten im jeweiligen Kontext einen Sinn macht und eine eigentlich stimmige Schlussfolgerung aus früheren Lebenserfahrungen darstellt (Kontextualisierung). Problemverhalten wird daher nicht nur bezogen auf die einzelne Person, sondern auch auf das Lebensumfeld.


Die Auftragsklärung


ist ein weiteres zentrales Kennzeichen systemischer Methoden. Bei der Klärung von Aufträgen mit KlientInnen wird davon ausgegangen, dass es nicht möglich ist, Menschen in ihren inneren Vorstellungen und Ideen von sich und anderen zu bestimmen. Menschen sind autonom und bestimmen als ExpertInnen für ihr eigenes Leben, was am besten für sie ist. Systemischen BeraterInnen und TherapeutInnen verzichten auf geplante und gezielte Veränderungen und zeigen eine respektvolle von Neugier geprägte Haltung. Diese steht der Idee geplanter und gezielter Veränderungen entgegen.

Jedes Klientensystem (jede Familie) hat seine eigene, immanente Logik.  Fachkräfte wissen nicht, was für ein System und damit für KlientInnen gut oder schlecht ist.

Kontrakte sind eine entscheidende Grundlage für eine erfolgreiche Zusammenarbeit auf Augenhöhe zwischen KlientInnen und den Fachkräften, denn nur so kann eine für alle erkennbare Transparenz geschaffen werden; ferner werden die mit einer Zusammenarbeit verbundenen Erwartungen aber auch deren Grenzen deutlich markiert. Diese Transparenz ist auch in „Zwangskontexten“ notwendig, in denen die Fachkräfte gesellschaftlich geforderte Verhaltensveränderungen gegebenenfalls kontrollieren. Grundlage sind stets die Aufträge der KlientInnen. KlientInnen, die als „nicht motiviert“ bezeichnet werden, können (noch) keine Aufträge und Ziele formulieren, da sie aufgrund ihrer Hoffnungs- und Perspektivlosigkeit erheblich in solchen „Planungen“ eingeschränkt sind.

 



  

 





 

 

 

 

 

Diplom-Sozialpädagogin


Systemisch-lösungsorientierte Sachverständige

Zertifiziert nach der neuen Gesetzgebung 


Zertifizierter Verfahrensbeistand


Zertifizierte Umgangs- und Ergänzungspflegerin


Zertifizierte Kinderschutzfachkraft

nach § 8a SGB VIII


Zertifizierte Fachkraft

„Prävention von sexuellem Kindesmissbrauch”

Univerisät Ulm


Klientenzentrierte Gesprächspsycho-therapie

NLP-Practitioner  

Elternkurssleiterin "Starke Eltern - Starke Kinder"


Fortbildungen derzeit: 

"Frühe Hilfen und Interventionen im Kinderschutz"


"Traumapadagogik"

"Traumatheapie"