Jedes Gutachten ist mehr als nur eine fachliche begründete  Beantwortung einer gerichtlichen Fragestellung. Im Gutachten sind stets die subjektiven Sichtweisen der Eltern, ihr Umgang damit, ihr eigenes Verständnis des Konfliktes und auch private intime, familiäre Lebensplanungen enthalten.

 

Wo keine einvernehmliche Lösung des Konfliktes möglich ist, kann die gesamte Begutachtung zu einem Angriffs- und Verteidigungsfeld umfunktioniert werden. Somit kann ein Gutachten ohne Elternvereinbarung zu einem weiteren Konfliktfeld, zu einer Erweiterung des Konfliktes, werden.

 

„Aus systemisch-lösungsorientierter Sicht ist die Trennungsfamilie ein Verbund exklusiver, nicht austauschbarer Personen, die allesamt in einem emotionalen Netzwerk ganz besonderer Art miteinander verbunden sind. Zum einen stehen sich Ex-Partner, die einander einst in Liebe verbunden waren, enttäuscht, verbittert, misstrauisch und nicht selten auch feindselig gegenüber. Zum anderen sind dieselben Erwachsenen aus Sicht ihrer Kinder als Mutter oder Vater hochgradig positiv besetzte Bindungspersonen, mit denen die Kinder in den meisten Fällen am liebsten sofort wieder zusammenziehen würden.“ [1]

 

Die primäre Aufmerksamkeit ist darauf gerichtet, den Konflikt der Eltern im Interesse ihrer Kinder zu deeskalieren und ihnen dabei zu helfen, ein einvernehmliches, zumindest ansatzweise, tragfähiges Konzept für das Leben in der  Nachtrennungsfamilie zu erarbeiten.

 

Dies sehe ich als eine Art Gestaltungsauftrag im Sinne der Kinder, der sich nicht durch Testverfahren und durch normierte Elterngespräche realisieren lässt.

 

Die Arbeit mit hochstrittigen Eltern ist eine äußerst schwierige Herausforderung, da die wesentlichen Schritte auf diesem Weg nicht kognitiv, sondern emotional gesteuert werden.

In diesem Sinne dient die gemeinsame Elternvereinbarung einer Art Befriedung der Eltern im Rahmen der entstanden Konflikte, die insgesamt das Kind dann entlasten.

 

Gemeinsame Vereinbarungen machen deutlich, dass Eltern ihrer Verantwortung immer noch nachkommen können, gemeinsame Entscheidungen treffen können.

 

In der gerichtlichen Fragestellung war der Auftrag eine Lösung bzw. ein Einvernehmen der Eltern herzustellen. Dies erfolgte mit getrennten und gemeinsamen Elternbespräche, in denen die einzelnen Punkte gemeinsam erarbeitet wurden. Die Methodik wird weiter unten dargestellt.

 

Eine gemeinsame erarbeitete Vereinbarung reguliert und reduziert die Konflikte. Es geht nicht um den besseren oder schlechteren Elternteil, sondern um die Dynamik einer Nachtrennungsfamilie, die Kinder belasten und verunsichern.

   

[1] http://www.fsls.de/fileroot/2016-10-fsls-qualitaet.pdf


 

Diplom-Sozialpädagogin


Systemisch-lösungsorientierte Sachverständige

Zertifiziert nach der neuen Gesetzgebung 


Zertifizierter Verfahrensbeistand


Zertifizierte Umgangs- und Ergänzungspflegerin


Zertifizierte Kinderschutzfachkraft

nach § 8a SGB VIII


Zertifizierte Fachkraft

„Prävention von sexuellem Kindesmissbrauch”

Univerisät Ulm


Klientenzentrierte Gesprächspsycho-therapie

NLP-Practitioner  

Elternkurssleiterin "Starke Eltern - Starke Kinder"


Fortbildungen derzeit: 

"Frühe Hilfen und Interventionen im Kinderschutz"


"Traumapadagogik"

"Traumatheapie"