Begleiteten Umgang –Umgangsbegleitung©


Umgangsbegleitung ist aus unterschiedlichen Gründen immer wieder notwendig.

 

Sie kann der Kontaktanbahnung nach langer Umgangsunterbrechung dienen,  kann bei ablehnender Haltung von Kindern greifen, kann einen Schutzraum bieten, wenn an Umgangskontakte Ängste und Befürchtungen geknüpft sind, insbesondere das Kind betreffend (Entführungsgefahr, gewaltsame Übergriffe, sexuelle Übergriffe).

 

Da ich lange Zeit als Verfahrensbeistand, Umgangspflegerin und Sachverständige die Praxis erlebt habe, erlebe ich auch lange Wartezeiten in dem Bereich der begleiteten Umgänge.

 

Hier möchte ich eine Umgangsbegleitung anbieten, die in meinen beruflich genutzten Räumen, aber auch an neutralen Plätzen oder bei dem umgangsberechtigten Elternteil zu Hause stattfinden können. Aktivitäten wie gemeinsamer Zoobesuch, gemeinsames Kochen, etc. sind hier gewährleistet. Selbstverständlich werden auch Übergaben begleitet.

 

Termine finden zudem auch am Wochenende statt und ermöglichen so einen recht flexiblen Umgang.

 

Besonders wichtig sind mir getrennte aber auch und vor allem gemeinsame Elterngespräche zur Vermittlung im Sinne eines systemisch lösungsorientierten Vorgehens. Eine Vereinbarung hält dann die Modalitäten fest.

 

   

Die Kosten für den begleiteten Umgang müssen in der Regel privat getragen werden.

Der aktuelle Preis liegt bei derzeit 55,00 Euro/Stunde sowie 0,30 Euro für jeden gefahrenen Kilometer.

 

In Einzelfällen kann eine Kostenübernahme durch Jugendhilfemaßnahmen erfolgen, dazu muss ein gesonderter Antrag beim Jugendamt gestellt werden. 

 


Konzeption begleiteter Umgang


Aufgrund der hohen Nachfrage und der langen Wartezeiten findet derzeit eine institutionelle Eltern-Kind-Entfremdung statt, da die rechtlichen Bedingungen nicht mit anderen Maßnahme erfüllt werden können. So wie ein Umgangspfleger keine Umgänge begleiten kann, so kann es auch kein Träger der freien Jugendhilte, der sich auf Hilfen zur Erziehung beschränkt. 

der Begleitete Umgang ist nicht im Rahmen von Hilfen zur Erziehung zu finden, so dass es ein eigene rechtliche Grundlage mit einem eigenen Konzept darstellt.


Vorbemerkung

Vor der Kindschaftsrechtsreform wurde der begleitete und geschützte Umgang in besonders schwerwiegenden Fällen von Kindeswohlgefährdungen angeordnet. Dies wurde in einen begleiteten Umgang als Instrument der Umgangsanbahnung und des Elternerhalts für Kinder in konfliktreichen Fällen umgeändert, somit wurde der begleitete Umgang eine wichtige Alternative zu einem Umgangsausschluss.

Im Fokus steht in umgangsrechtlichen Verfahren das Recht des Kinds auf Umgang mit seinen Eltern sowie das Recht und die Pflicht des Elternteils auf Umgang. Dies ist unabhängig davon, ob die Eltern verheiratet sind.

Für die Eltern steht die Pflicht auf Umgang mit ihrem Kind im Vordergrund, die auch eine Loyalitätspflicht (§ 1684 BGB Abs. 2) gegenseitig beinhaltet und sie alles zu unterlassen haben, was das Kind negativ beeinflusst oder die Erziehung erschwer

Das Familiengericht kann über den Umfang des Umgangsrechts entscheiden und seine Ausübung, auch gegenüber Dritten, näher regeln. Es kann die Beteiligten durch Anordnungen zur Erfüllung der in Absatz 2 geregelten Pflicht anhalten.

Hier gilt der Grundsatz, dass vor einer gerichtlichen Regelung der Vorrang von Beratung und Vermittlung steht.

In diesem Kontext ist auch der begleitete Umgang einzuordnen, der bei Anbahnung, Wiederherstellung, Weiterführung, Kindeswohlgefährdung, belasteten Eltern-Kind-Beziehung vom Gericht angeordnet werden kann. Ebenso kann im Sinne des Kindeswohl bei hochstrittigen Eltern durch getrennte Übergaben dieses gesichert werden.

Die bisherige Regelung des § 1684 BGB beinhaltete zudem einen Umgangspfleger

Wird die Pflicht nach Absatz 2 dauerhaft oder wiederholt erheblich verletzt, kann das Familiengericht auch eine Pflegschaft für die Durchführung des Umgangs anordnen (Umgangspflegschaft). Die Umgangspflegschaft umfasst das Recht, die Herausgabe des Kindes zur Durchführung des Umgangs zu verlangen und für die Dauer des Umgangs dessen Aufenthalt zu bestimmen. Die Anordnung ist zu befristen.

Wird die Pflicht nach Absatz 2 dauerhaft oder wiederholt erheblich verletzt, kann das Familiengericht auch eine Pflegschaft für die Durchführung des Umgangs anordnen (Umgangspflegschaft). Die Umgangspflegschaft umfasst das Recht, die Herausgabe des Kindes zur Durchführung des Umgangs zu verlangen und für die Dauer des Umgangs dessen Aufenthalt zu bestimmen. Die Anordnung ist zu befristen.


sowie einen mitwirkungsbereiten Dritten bestimmen.

In der bisherigen Praxis war eine klare Trennung von Umgangspfleger (Ergänzungspfleger) und einem Umgangsbegleiter nicht geregelt, dies erfolgte dann mit einer Klärung beim Oberlandesgericht Frankfurt am Main.

Der Umgangspfleger, der das Recht auf Herausgabe und Umsetzung des Umgangs hat, ein begleiteter Umgang muss von einem Umgangsbegleiter (Einrichtung der Jugendhilfe) durchgeführt werden.

Hier muss das Jugendamt ausdrücklich erklären, dass es den begleiteten Umgang als Jugendhilfemaßnahme gewährt (§ 18 Abs., 3 SGB VIII), da die Umgangsbegleitung grundsätzlich Aufgabe des Jugendamtes ist, die gemäß § 79 SGB VII von dieser zu planen und zu organisieren und ggf. auch selbst durchzuführen ist. Hier entscheidet auch das Jugendamt über die geeignete Hilfe.


Systemisch sind die Umgangsstörungen ein bisher erfolgloses Bemühen der Beteiligten innerhalb eines familiären Systems nach der Trennung, eine für sie wichtigen Konflikt zu lösen. Jedes Familiensystem sucht für sich eine angemessene Lösung, die nicht immer mit den Interessen des Kindes oder auch anderer Beteiligter übereinstimmen

Hier gilt es, Wege zu finden, die vorhandenen Lösungen als zu verbessernde Lösungsversuche zu betrachten und gemeinsam mit allen Beteiligten unter Ausschöpfung der im Gesamtsystem vorhandenen Ressourcen zu neuen Lösungen zu kommen, die für möglichst viele Beteiligte besser sind als die vorhandenen.

Um einen begleitete Umgang in einen unbegleitet vorzubereiten und umzusetzen, ist es notwendig im Rahmen von Elterngesprächen den Hintergrund des Konfliktes zu verstehen und konstruktive Veränderungen und Lösungen zu initiieren und diese zu begleiten. Die im Gesamtsystem vorhandenen derzeitigen Ressourcen werden genutzt und unterstützt.                  

Fortsetzung folgt 


 

Diplom-Sozialpädagogin


Systemisch-lösungsorientierte Sachverständige

Zertifiziert nach der neuen Gesetzgebung 


Zertifizierter Verfahrensbeistand


Zertifizierte Umgangs- und Ergänzungspflegerin


Zertifizierte Kinderschutzfachkraft

nach § 8a SGB VIII


Zertifizierte Fachkraft

„Prävention von sexuellem Kindesmissbrauch”

Univerisät Ulm


Klientenzentrierte Gesprächspsycho-therapie

NLP-Practitioner  

Elternkurssleiterin "Starke Eltern - Starke Kinder"


Fortbildungen derzeit: 

"Frühe Hilfen und Interventionen im Kinderschutz"


"Traumapadagogik"

"Traumatheapie"